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Was Mobile First Indexing für das SEO Ihrer Website bedeutet

Mobile-First-Indexing: Was bedeutet das für Ihre Website?

Tags: SEO | Webseiten

21. Mai 2024

Artur Braun - Website Ersteller, Marketing Experte, Gründer und kreativer Kopf der agentur-braun.

Geschrieben von: Artur Braun

Gründer, Marketingexperte und kreativer Kopf der agentur-braun

Die Art und Weise, wie Menschen das Internet nutzen, hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Mit dem Aufkommen von Smartphones und Tablets greifen immer mehr Nutzer über mobile Geräte auf Websites zu. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat Google die Mobile First Indexing eingeführt. Dabei werden Websites primär anhand ihrer mobilen Version indexiert und für die Suchmaschinenrankings bewertet.

Die Mobile First Indexing hat weitreichende Auswirkungen auf SEO-Strategien. Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, laufen Gefahr, in den Suchmaschinen schlechter zu ranken. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung der Mobile First Indexing für das SEO, wie man Websites dafür optimieren kann und welche Konsequenzen eine fehlende mobile Webpräsenz hat. Er deckt Kernaspekte wie mobile first index seo und google index mobile first ab und zeigt, wie man von der Mobile-First-Indexing 2024 profitieren kann.

1. Bedeutung von Mobile First Indexing

1.1 Definition von Mobile First Indexing

Mit dem Mobile-First-Index trägt Google der zunehmenden Nutzung mobiler Geräte Rechnung. Statt wie bisher die Desktop-Version einer Website zu crawlen und zu indexieren, verwendet der Suchmaschinenkonzern nun die mobile Variante als primäre Quelle für die Bewertung und das Ranking. Das bedeutet, dass Google ausschließlich die mobil sichtbaren Informationen einer Webseite berücksichtigt. Inhalte, die nur auf der Desktop-Version verfügbar sind, werden nicht mehr indexiert.

1.2 Unterschied zwischen Mobile First Indexing und Mobile Friendliness

Eine wichtige Unterscheidung besteht zwischen dem Mobile First Index und dem Rankingfaktor Mobile Friendliness. Letzterer bezieht sich auf die Benutzerfreundlichkeit einer Website auf mobilen Geräten und sorgt dafür, dass mobil optimierte Seiten im Ranking bevorzugt werden. Der Mobile First Index hingegen konzentriert sich ausschließlich auf den Inhalt, der für die Indexierung herangezogen wird.

1.3 Gründe für die Umstellung auf Mobile First Indexing

  1. Zunehmende mobile Nutzung: Immer mehr Suchanfragen werden von mobilen Endgeräten gestartet. Laut Google überholten mobile Suchanfragen bereits 2015 die Desktop-Suchen.
  2. Unterschiedliche Inhalte: Viele Websites stellten auf ihren mobilen Versionen aus Platz- und Ladezeitgründen nicht dieselben Inhalte zur Verfügung wie auf der Desktop-Variante. Dadurch konnten bei mobilen Suchanfragen irrelevante Ergebnisse ranken.
  3. Bessere Nutzererfahrung: Mit dem Wechsel zur mobilen Version stellt Google sicher, dass Suchenden nur Webseiten angezeigt werden, die die gesuchten Informationen auch tatsächlich auf ihrer mobilen Seite bereitstellen. Dies verbessert die Relevanz der Suchergebnisse und die Nutzererfahrung.

2. Website-Optimierung für Mobile First Indexing

Für die Website-Optimierung im Hinblick auf Mobile First Indexing gibt es drei Hauptansätze: Responsive Webdesign, separate URLs für Desktop und Mobile sowie Dynamic Serving. Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile, die es sorgfältig abzuwägen gilt.

2.1 Responsive Webdesign

  1. Funktionsweise: Das responsive Design sendet den gleichen HTML-Code an alle Geräte von der gleichen URL aus. Der Inhalt passt sich automatisch an die jeweilige Bildschirmbreite an, indem er flexible Raster und vordefinierte Breakpoints nutzt. Nur der CSS-Code ändert die Darstellung basierend auf dem Zielgerät.
  2. Vorteile:
    • Einfachere und kostengünstigere Entwicklung, Wartung und Vermarktung
    • Einfachere Suchmaschinenoptimierung
    • Keine Geräteerkennungs- oder URL-Umleitung erforderlich
    • Nutzung einer einzigen URL für alle Geräte
  3. Nachteile:
    • Längere Ladezeiten
    • Geringere Flexibilität bei der Nutzererfahrung
    • Höheres Risiko von Datenmüll, da Nutzer unnötige Informationen herunterladen müssen
    • Höhere Wahrscheinlichkeit, die Desktop- und Mobile-Erfahrung nicht optimal zu gestalten, wenn nicht sorgfältig geplant

2.2 Separate URLs für Desktop und Mobile

  1. Funktionsweise: Hierbei wird eine separate Domain nur für Mobile-Traffic erstellt. Die häufigste Implementierung ist, denselben Inhalt auf unterschiedlichen URLs auszuliefern.
  2. Vorteile:
    • Bessere Nutzererfahrung, da die Website speziell für Mobilgeräte optimiert ist
    • Einfacherer Zugriff, schnellere Ladezeiten
    • Höhere Chancen, in lokalen Suchanfragen besser zu ranken
    • Mehr Flexibilität bei mobilem Inhalt, Navigation, Schreibstil und -länge
    • Keine Notwendigkeit, Abwärtskompatibilität mit älteren Desktop-Browsern zu planen
  3. Nachteile:
    • Höhere Implementierungs- und Wartungskosten
    • Zusätzlicher SEO- und Marketing-Aufwand
    • Mehr Herausforderungen bei Nutzerweiterleitung und Verlinkung zwischen beiden Plattformen
    • Trotzdem Bedarf an Responsive-Elementen aufgrund vieler mobiler Geräte mit unterschiedlichen Auflösungen

2.3 Dynamic Serving

  1. Funktionsweise: Diese Technik erkennt das Nutzergerät und leitet es auf Server-Ebene weiter. Die Website verwendet unterschiedliche HTML- und CSS-Codes über die gleiche URL.
  2. Vorteile:
    • Perfekt angepasste Nutzererfahrung für ein breites Spektrum an Geräten
    • Einfachere Anpassung, da nur für eine bestimmte Bildschirmgröße geändert werden muss
    • Möglichkeit, unterschiedliche Landingpages für alle Gerätearten zu gestalten
    • Keine Verwirrung durch einzelne URL
    • Keine komplizierten Annotationen erforderlich
    • Einfachere und schnellere Suchmaschinenoptimierung
    • Schnellere Ladezeiten
  3. Nachteile:
    • Höhere Implementierungskosten
    • Kompetentes IT-Personal zur Verwaltung des Quellcodes und Inhaltsänderungen erforderlich

Google empfiehlt keinen Einsatz separater URLs, da dies schwierig in der Umsetzung und Wartung ist. Stattdessen wird ein responsives Design bevorzugt. Dieses ist zwar eine gute Lösung, aber nicht die einzige Möglichkeit für eine mobilfreundliche Website.

3. Statusüberprüfung für Mobile First Indexing

3.1 Google Search Console

Als Website-Betreiber ist es wichtig, den Status Ihrer Website in Bezug auf die Mobile First Indexing zu überprüfen. Die Google Search Console bietet hierfür nützliche Funktionen. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Sie für beide Versionen Ihrer Website – Desktop und Mobil – Zugriff auf die Daten und Meldungen in der Search Console haben. Wenn Google für Ihre Website zur mobilen Indexierung wechselt, kann es zu einer Verschiebung der Daten kommen.

3.2 Analyse des User-Agents in den Crawl-Daten

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Überprüfung Ihrer robots.txt-Regeln für beide Website-Versionen. Die robots.txt-Datei legt fest, welche Teile einer Website gecrawlt werden dürfen oder nicht. In den meisten Fällen sollten Sie dieselben robots.txt-Regeln für die Desktop- und Mobile-Version verwenden.

Um zu prüfen, ob Googlebot Ihre Website korrekt crawlt, analysieren Sie die User-Agent-Strings in Ihren Crawl-Daten. Suchen Sie nach Einträgen von „Googlebot-Mobile“ und „Googlebot-Desktop“. Wenn beide vorhanden sind, bedeutet dies, dass Google beide Versionen Ihrer Website crawlt.

Hier einige wichtige User-Agents für die Mobile-First-Indexierung:

User-AgentBeschreibung
Googlebot-MobileDer primäre Crawler für die mobile Indexierung. Wenn dieser in Ihren Logs auftaucht, crawlt Google die mobile Version Ihrer Seite.
Googlebot-DesktopDer Desktop-Crawler, der für die Desktop-Indexierung verwendet wird.
GooglebotDer generische Googlebot-Crawler ohne Geräteangabe. Dieser wird häufig für die Desktop-Indexierung verwendet.

Achten Sie darauf, dass „Googlebot-Mobile“ regelmäßig in Ihren Logs auftaucht. Dies zeigt an, dass Google Ihre Website für die Mobile-First-Indexierung vorbereitet. Sollten Sie nur „Googlebot-Desktop“ oder den generischen „Googlebot“ sehen, deutet dies darauf hin, dass Ihre Website noch nicht für die mobile Indexierung bereit ist.

Konsequenzen bei fehlender mobiler Webseite

  • Schlechte Nutzererfahrung und hohe Absprungraten

Unternehmen, die keine mobile First-Strategie verfolgen, laufen Gefahr, ihre Kunden zu verlieren. Völlig überladene Websites mit schlechter Ladezeit führen dazu, dass die Nutzererfahrung auf Smartphones und Tablets stark leidet. Wenn ein Verbraucher mit seinem Mobilgerät auf eine solche Webseite gelangt, wird er sie schnell wieder verlassen. Die Folge sind hohe Absprung- und Bounce-Raten.

  • Weniger Leads und Umsatz

Eine schlechte mobile Webpräsenz führt unweigerlich zu weniger Leads und Conversions. Potenzielle Kunden, die auf Ihre Seite gelangen, finden nicht die benötigten Informationen oder haben eine frustrierende Nutzererfahrung. Stattdessen verlassen sie die Website und wenden sich der Konkurrenz zu. Letztendlich generieren Sie weniger Umsatz.

  • Schlechtere SEO-Rankings und höhere Marketingkosten

Die hohen Bounce-Raten aufgrund einer nicht-optimierten mobilen Website wirken sich auch negativ auf Ihre SEO-Rankings aus. Suchmaschinen wie Google interpretieren die schnellen Abgänge als Zeichen für eine schlechte User Experience. Folglich sinken Ihre Positionen in den Suchergebnissen, was zu noch weniger organischem Traffic führt. Um dennoch Besucher auf Ihre Seite zu leiten, müssen Sie mehr in Marketingmaßnahmen wie Paid Ads investieren – ein Teufelskreis.

  • Verpasste Chancen im Mobile-Bereich

Laut Statistiken kommen über 50% des gesamten Website-Traffics von Smartphones. Bei der Suche auf Mobilgeräten stoßen über die Hälfte der Nutzer auf neue Unternehmen oder Produkte. Wer hier nicht präsent ist, verpasst enorme Wachstumschancen. Schließlich nutzen selbst in der Altersgruppe der über 60-Jährigen rund 73% ein Smartphone regelmäßig.

Die Konsequenzen einer fehlenden mobilen Website sind eindeutig: Frustrierte Nutzer, verlorene Leads, sinkende Umsätze und steigende Marketingkosten. Unternehmen, die jetzt nicht auf den Mobile First Index setzen, riskieren den Anschluss zu verlieren. Eine zukunftssichere Lösung ist daher unabdingbar für den nachhaltigen Erfolg im Web.

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